TantraYoga

Was hat Tantra mit Yoga zu tun?

Für das Wort 'Tantra' (Sanskrit) gibt es mehrere Möglichkeiten der Übersetzung. Eine Bedeutung ist z.B. 'Gewebe' oder 'Weben'. Damit ist gemeint, dass alles Leben auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden ist und dass es keine Trennung gibt zwischen den Welten, was wiederum zum Ausdruck bringt, dass Tantra vor allem ein spiritueller Weg ist. Es geht um den Umgang mit Energie, um die wohltunde Erfahrung der Präsenz in der Gegenwärtigkeit und die bewusste Wahrnehmung dessen, WAS IST.

 

JA zu mir, JA zu Dir. Ohne den Gedanken, etwas verändern zu wollen.

 

Die meisten Menschen in unseren Breiten verbinden das Wort 'Tantra' in erster Linie mit Sexualität oder/und TantraMassage. Im traditionellen Tantra (Ursprung in Indien) nimmt die Sexualität allerdings nur etwa 5 % ein.

 

Worum geht's dann in den 'restlichen' 95%?

Wie gesagt - es geht um Energie (Lebensessenz, Prana, Chi ...) und wie wir sie für uns nutzen und einsetzen können, aufdass wir glücklich, strahlend und gesund durchs leben gehen. Sexuelle Energie ist ein Teil davon. Aber eben auch nur ein Stück vom grossen ganzen wundervollen 'TantraKuchen'.

 

Im TantraYoga legen wir also während der YogaÜbungen den Fokus auf die Energien. Und zwar auf alle Energien, die unser Leben bestimmen. Wir reden dabei über die 7 (Haupt)Chakras ~ die EnergieZentren im Körper ~ die unsere körperliche, mentale, seelische und spirituelle Balance steuern bzw. beeinflussen, je nach dem, in welcher 'Verfassung' sich die einzelnen Chakras befinden. 

 

Jede Asana (KörperPosition) steht in Verbindung mit mindestens einem unserer Chakras. In dem wir TantraYoga üben, üben wir uns in erster Linie im Bewusstsein dieser Energien ~ begonnen bei den unteren Chakras, die uns mit der Welt verbinden über das Herz hinauf in unsere höheren Chakras bis in das spirituelle & universelle Feld hinein: Wir nehmen wahr, spüren, kokusieren, atmen, halten, meditieren, chanten ... und entspannen tief.

 

Die Asanas (Sanskrit, bedeutet 'komfortabler bzw. angenehmer Sitz') basieren auf den Übungen des klassischen Hatha-Yoga.  Durch eine möglichst präzise Ausrichtung und sichere KörperHaltung in den einzelnen Posen verbinden wir uns mit der Weisheit und Intelligenz unseres Körpers. Haben wir unsere Position gefunden, bleiben wir für mehrere Atemzüge, manchmal auch mehrere Minuten, in einer Asana, um frei werdende Energien in unseren Körpern besser wahrnehmen zu können. So haben wir auch Zeit, die Geschenke des Yoga zu empfangen und seinen Botschaften zu lauschen: körperlich, emotional, mental und spirituell.

 

'Hatha' ist ein Begriff aus dem Sanskrit. 'Ha' = Sonne und 'Tha' = Mond. Im Hatha-Yoga geht es darum, die Einheit und Harmonie in unserem System und in unseren unterschiedlichen 'Körpern' wieder herzustellen. Es geht um die Auflösung von Dualität und Getrenntheit. Das ist Yoga. Einheit. Union.

 

Tantric Vinyasa ist eine moderne Bezeichnung für TantraYoga, welche u.a. von meiner Lehrerin Radasi und durch die Satya Loka YogaSchule geprägt wurde. Der Begriff 'Vinyasa' kann, wie die meisten Sanskrit-Wörter, unterschiedlich definiert werden, aber man könnte sagen, dass die Bedeutung von Vinyasa in etwas wie folgt lautet: 'die Verbindung zwischen Körperübung und Atem' oder 'eine Abfolge von Bewegungen'.

 

Tantric Vinyasa

 

Eine Tantric Vinyasa YogaKlasse beinhaltet:

 

~ Asanas (Körperübungen)

~ Pranayama (Atemübungen)

~ Meditation

~ Savasana (Tiefenentspannung)

~ MantraChanting

Lokah Samastah Sukhino Bhavantu

Mögen alle Wesen aufrichtig glücklich sein!