Singen & Gesundheit

Singen ist 'Kraftfutter' für Kinderhirne

Die Bedeutung des Singens für die Hirnentwicklung

von Prof Dr. Gerald Hüter

Neurobiologe und wissenschaftlicher Beirat von „Singende Krankenhäuser“



Kindergehirne entwickeln sich nicht von allein. Damit es unseren Kindern gelingt, in ihrem Gehirn all die vielen komplexen Netzwerke herauszuformen, die erforderlich sind, um sich später im Leben zurechtzufinden, brauchen sie unsere Hilfe. Wir müssen ihnen zeigen und sie ermutigen, all das zu erlernen, worauf es im Leben ankommt. Dabei geht es weniger um den Erwerb von Wissen, sondern vor allem um die Aneignung all jener Fähigkeiten und Kompetenzen, die sie in die Lage versetzen, sich mit der Welt in Beziehung zu setzen und sich dabei selbst Wissen anzueignen und eigene Erfahrungen zu sammeln... weiterlesen


Wie Gesang die Herzen öffnen kann

Über Singen, Heilung und Spiritualität
Teil 1

von Wolfgang Bossinger
Musiktherapeut, Leiter der ‚Akademie für Singen und Gesundheit‘ in Ulm und Gründer der ‚Singenden Krankenhäuser‘ Europa

Singen ist ein uralter Weg zu Erfahrungen von Gemeinschaft, Heilung und Spiritualität. Die starke Wirkung des Gesangs nutzten Schamanen, Heiler und alle spirituellen Traditionen schon seit den Anfängen der Menschheit. In Heilungs- und spirituellen Ritualen diente der gemeinsame Gesang dazu, das Bewusstsein zu erweitern, kollektive Zustände der Versenkung oder Ekstase herbeizuführen und eine Rückbindung an den Kosmos herzustellen ... weiterlesen


Singen fördert Antikörper

Über die gesundheitsfördernde Wirkung des Singens

Quelle: DIE WELT

 

Forscher untersuchten die Speichelproben von Sängern spiritueller Lieder. Nach dem Singen war die Anzahl der Immunglobuline A, die in den Schleimhäuten sitzen und Krankheitserreger bekämpfen, stark gestiegen. Wenn die Sänger die gleiche Musik dagegen nur hörten, blieb die Anzahl der Antikörper unverändert. In manchen Fällen wirkt Singen in Gruppen wie ein "Anti-Depressivum". Schon nach dreißig Minuten Singen produziert unser Gehirn erhöhte Anteile von Beta-Endorphinen, Serotonin und Noradrenalin. Stresshormone wie zum Beispiel Cortisol werden praktischerweise gleich mitabgebaut. Kopfschmerzen verschwinden, unterdrückte Erinnerungen kommen hoch und das Energielevel erhöht sich. Menschen die singen, sind in der Regel lebenszufriedener und ausgeglichener und besitzen mehr Selbstbewusstsein. Beim regelmäßigen Singen verbinden sich die Synapsen im Gehirn neu - und machen den Sänger klüger. Viele Menschen scheuen sich zu singen. Sie haben in ihrer Kindheit beschämende Erfahrungen gemacht oder man hat ihnen eingeredet, sie könnten gar nicht singen. Forscher empfehlen genau aus diesem Grund einfache Mantren aus aller Welt.: „Wer sprechen kann, kann auch singen."